Nachhaltige Banken

[aktualisiert am 08.09.2023]

In den letzten Jahren hat sich der Begriff „Nachhaltigkeit“ in vielen Bereichen des Lebens etabliert, einschließlich der Finanzbranche. Nachhaltige Banken und nachhaltige Anlagemöglichkeiten haben zum Ziel, einen positiven Einfluss auf die Umwelt und die Gesellschaft zu haben, indem sie in Unternehmen und Projekte investieren, die ökologische und soziale Standards erfüllen.

Nachhaltige Banken bieten in der Regel ökologisch und sozial verantwortungsvolle Finanzprodukte an, wie zum Beispiel grüne Hypotheken oder nachhaltige Investmentfonds. Sie setzen sich auch für den Schutz von Menschenrechten und die Einhaltung von Umweltstandards ein und tragen somit zu einer nachhaltigen Entwicklung bei.

Nachhaltige Anlagemöglichkeiten bieten Investoren die Möglichkeit, in Unternehmen und Projekte zu investieren, die positive Auswirkungen auf die Umwelt und die Gesellschaft haben. Dazu gehören beispielsweise Unternehmen, die erneuerbare Energien nutzen, oder Projekte, die darauf abzielen, die Lebensbedingungen in armen Gemeinden zu verbessern.

Insgesamt bieten nachhaltige Banken und nachhaltige Anlagemöglichkeiten eine Möglichkeit, finanzielle Ziele zu verfolgen und gleichzeitig einen positiven Einfluss auf die Umwelt und die Gesellschaft zu haben. Für mich ist es dabei wichtig, mit meinem Geld nicht weitere Projekte zu unterstützen, die klimaschädliche oder anderweitig unschöne Ziele ermöglichen. Schließlich sind es auch Banken, die Gelder für Unternehmen zur Verfügung stellen, um z. B. neue Kohlekraftwerke zu bauen, oder Waffen zu bauen, oder, oder, oder…

Wieviel das in Endeffekt Bezirken kann, weiß ich nicht. Aber meine Theorie ist, dass ein „weiter so“ eben nicht mehr geht. Und da auch die grundlegenden Aspekte zu ändern, erscheint für mich dann notwendig.

Unter dem Aspekt, dass ich ein Girokonto möchte, habe ich ein paar nachhaltige Geldinstitute zusammengetragen und die jeweiligen Rahmenbedingungen in einer Stichpunktliste festgehalten. Ich habe die Liste der nachhaltigen Banken von hier genommen und um meine Bedürfnisse angepasst – vor allem war mir wichtig, dass ich eine Karte dazu bekomme und am besten, wenn es eine Direktbank ist. Aber das war zweitrangig. Lasst mich wissen, welche andere Banken und/oder Anlagemöglichkeiten kennt.

Banken, die auch nachhaltig sind und kein Girokonto anbieten (wie etwa die Umweltbank) habe ich nicht in diese Liste aufgenommen. Sie sind trotzdem auch einen Blick wert, weil sie im Bereich Altersvorsorge und/oder Anlagemöglichkeiten teilweise auch sehr interessante Möglichkeiten bieten. Aber das ist noch mal ein eigenes Kapitel wert.

Triodos

https://www.triodos.de

  • Konto 5,50 / Monat
  • Girocard 15€/Jahr
  • Mastercard 39€/Jahr
  • Zweite Karte jeweils als digitale Fassung
  • Weltweit kostenfrei Bargeld
  • Kostenfreie Abhebungen mit Kreditkarte
  • Einzahlung über Drittbanken (meist Gebührenpflichtig)

Tomorrow (Variante „Change“)

https://www.tomorrow.one/de-DE

  • Konto 5,50 / Monat
  • Girocard gibt’s nicht
  • Mastercard (Debitcard) inklusive
  • Zweite Karte gibt’s nicht
  • Weltweit kostenfrei Bargeld
  • Kostenfreie Abhebungen mit Kreditkarte
  • Einzahlung über Drogerien oder andere Geschäfte

GLS Bank

https://www.gls.de/privatkunden

  • Konto 5,00 € / Monat
  • Girocard inklusive für Mitglieder, ansonsten 15 € im Jahr
  • Mastercard inklusive für Mitglieder, ansonsten 30 € im Jahr
  • Kartenzahlung in EU kostenfrei
  • Kartenzahlung in Fremdwährung oder außerhalb EU 1%, mindestens 0,77 € maximal 3, 83 €
  • Abheben per Bankkarte kostenfrei an den Geldautomaten der Volks- und Raiffeisenbanken
  • Abheben per Kreditkarte 2 % vom Umsatz, mindestens 5,00 Euro zzgl. 1 % vom Umsatz für den Auslandseinsatz bei Verfügung in Fremdwährung und/oder in einem Land außerhalb der EU und der Er-Staaten, 4x im Monat kostenfrei für Mitglieder
  • Einzahlungen in den Filialen, ansonsten gebührenpflichtig in der „Reisebank AG“
  • Keine Zweitkarten

Ethikbank

https://www.ethikbank.de

  • Konto 2,00 € / Monat im ersten Jahr, danach 8,50 € / Monat
  • Girocard inklusive
  • Zweite Girocard inklusive
  • Digitale Girocard jeweils 5 € / Jahr
  • Mastercard inklusive
  • Abheben per Bankkarte kostenfrei
  • Abheben per Kreditkarte 2 % vom Umsatz mindestens 2,50 €
  • Sepa-Überweisung kostenfrei
  • Überweisung ins übrige Ausland 1,85 Promille (mind. 25,00 €, max. 75,00 €); Zahlungen in Fremdwährung, Zusätzlich 0,25 Promille (mind. 1,50 €)
  • Im europäischen Ausland: für Bargeldverfügungen fällt ein Entgelt i. H. v. 1,00 % vom Umsatz, mind. 7,50 EUR, an; Kartenzahlungen in Geschäften mit der girocard sind kostenfrei
  • Kreditkarte im Ausland: für Bargeldverfügungen fällt ein Entgelt von 2,00 % vom Umsatz, mind 2,50 EUR, an; erfolgt die Bargeldverfügung in Fremdwährung, kommt ein Entgelt von 1,00 % für den Auslandseinsatz hinzu; bei Kreditkartenzahlung in Geschäften fällt ein Entgelt von 1,00 % des Umsatzes an, sofern die Zahlung in Fremdwährung erfolgt

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Kommentare

2 Antworten zu „Nachhaltige Banken“

  1. Avatar von Melanie
    Melanie

    Hallo Christian,
    bei der Ethikbank kostet das Girokonto leider 8,50 / Monat für Bestandskunden (also nicht 8,50 / Jahr) 🙂

    Auch wenn sie kein Girokonto bietet, sollte die umweltbank bei dir nicht fehlen. Einer der Pioniere der Branche, bewährt, gut.

    1. Avatar von Christian
      Christian

      Hallo Melanie,
      danke für die Hinweise, ich arbeite das direkt mal ein/um.
      Die Umweltbank baut derzeit anscheinend Ihre Leistungen um, so dass ich im November noch einmal schauen werde, was die machen und was nicht.
      Auf jeden Fall wäre auch das Thema „Banken unabhängig vom Girokonto“ noch ein Thema wert – da bietet die Umweltbank ja eine Menge.

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